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Nachwuchsmusiker freuen sich über Spende der Albert Berner-Stiftung

Allgemein | Thomas Plünnecke,

Die Albert Berner-Stiftung fördert den Musiknachwuchs in Künzelsau mit einer großzügigen Spende. Zur Anschaffung neuer Instrumente für die Bläser-/Streicherklassen stellt die gemeinnützige Organisation, 1995 anlässlich des 60. Geburtstages ihres Namensgebers ins Leben gerufen, dem Förderverein der Jugendmusikschule Künzelsau 25.000 Euro zur Verfügung. Darüber hinaus wird die Stiftung auch die jährlichen Personalkosten für das Projekt „Singende Grundschule“ (JEKISS) in Höhe von zusätzlich noch einmal 5.000 Euro übernehmen.

Die Georg-Wagner-Schule und das Ganerben-Gymnasium kooperieren schon seit Längerem sehr erfolgreich mit der städtischen Jugendmusikschule in Künzelsau. Im Rahmen des regulären Schulunterrichts oder als Ergänzungsunterricht haben Schülerinnen und Schüler ab der fünften Klasse die Möglichkeit, an beiden Einrichtungen verschiedene Blas- und Streichinstrumente zu erlernen. Das Angebot erfreut sich wachsender Beliebtheit. So nehmen aktuell insgesamt mehr als 50 Jungen und Mädchen an den Übungsstunden teil.

„Durch den Umgang mit Musik entfalten Kinder ein anderes Sozialverhalten, das sich positiv auf alle Lernprozesse auswirkt“, betont Ursula Berner, Stiftungsratsvorsitzende der Albert Berner-Stiftung, die den symbolischen Spendenscheck jetzt bei einer Übungsstunde in der Georg-Wagner-Schule offiziell überreichte. „Die städtische Jugendmusikschule ist ein wichtiger Stützpunkt für unsere Kinder in Künzelsau und Umkreis. Bereits den kleinen Kindern wird die Musik mit verschiedenen Instrumenten und Gesang nähergebracht. Die Kooperation der Jugendmusikschule mit den Streicher- und Bläserklassen der Künzelsauer Schulen ist großartig. Die Schulen leisten ihren eigenen finanziellen Beitrag und der Förderverein der Musikschule kann durch unsere Spende neue Instrumente für die Kinder erwerben und günstiger verteilen.“

Mithilfe der 25.000-Euro-Spende der Albert Berner-Stiftung will der Förderverein der Jugendmusikschule neue Blas- und Streichinstrumente anschaffen. Durch den Aufbau eines ausreichend großen Eigenbestands an Trompeten, Klarinetten, Querflöten, Violinen & Co. reduzieren sich die zu entrichtenden Leihgebühren künftig deutlich. Für Eltern hat das den Vorteil, dass die Kosten für die Instrumentenmiete von 15 auf dann nur noch vier Euro im Monat bei Mitgliedschaft im Förderverein (Nicht-Mitglieder acht Euro) gesenkt werden kann.

„Wenn es darum geht, dass Kinder und Jugendliche ein Musikinstrument erlernen, sind die Anschaffungskosten häufig die größte Hürde für Familien“, sagt Matthias Ankenbrand, Vorsitzender des Förder-vereins der Jugendmusikschule Künzelsau. „Je niedriger die Kosten, desto mehr Jungen und Mädchen haben die Chance, an den Unterrichtsstunden teilzunehmen. Wir freuen uns sehr über die großzügige Spende.“

Weitere 4.000 Euro steuert auch die Georg-Wagner-Schule zur Anschaffung von Instrumenten bei. „Die Zusammenarbeit von der Georg-Wagner-Schule und Jugendmusikschule ist über mehrere Jahre gewachsen und eine echte Bereicherung“, hält Florian Frank, Leiter der Georg-Wagner-Schule fest. „Herr Koch, mit Herrn Schellhaas und jetzt Herrn Bender haben es geschafft, etwas aufzubauen, was jetzt Früchte trägt. Ein Instrument spielen und Singen sind für mich elementare Kulturtechniken. Dadurch eröffnet sich ein Horizont für unsere Jungs und Mädchen – und ich bin froh, dass wir unseren Schülern diese Möglichkeit bieten können.“

Am Ganerben-Gymnasium sind Bläser- und Streicherklassen entstanden und auch hier kommen vom Freundeskreis der Schule 2.500 Euro für die Anschaffung von Instrumenten. „Wir freuen uns sehr über die Kooperation mit der Jugendmusikschule und konnten schon tolle gemeinsame Konzerte genießen. Selbst Schülerinnen und Schüler, die erst in diesem Schuljahr begonnen haben ein Instrument zu lernen, haben unsere Weihnachtsfeier musikalisch mitgestaltet. Wir bedanken uns ganz herzlich bei der Albert Berner Stiftung für die großzügige finanzielle und ideelle Unterstützung.“

JEKISS-Programm

Neben den 25.000 Euro zur Anschaffung von Musikinstrumenten für die Streicher- und Bläserklassen hat die Albert Berner-Stiftung auch die Übernahme der notwendigen Personalkosten in Höhe von 5.000 Euro pro Jahr für das Gemeinschaftsprojekt „Singende Grundschule“ zugesagt. Ziel von JEKISS ist es, bei Grundschulkindern die Lust aufs Singen im unbefangenen und fröhlichen Gebrauch der Singstimme zu wecken. „Das JEKISS-Programm begeistert mich persönlich sehr“, erklärt Ursula Berner. „Gemeinsames Singen ohne Noten, auswendig singen und aufeinander Hören lernen (Call and Response Methode). Es wird das Sozialverhalten in der Gruppe trainiert und spielend Stimmtechnik, Mehrstimmigkeit, Rhythmus und Bewegung gelehrt.“

Für die Künzelsauer Ehrenbürgerin ist die musikalische Förderung von Kindern und Jugendlichen eine Herzensangelegenheit. Entsprechend haben sie und die Albert Berner-Stiftung den Musiknachwuchs in der Vergangenheit bereits wiederholt unterstützt. So erhielt beispielsweise das Garneben-Gymnasium 2018 eine Spende in Höhe von 5.000 Euro für die Reparatur/Restaurierung eines Konzertflügels.

„Mit dieser großzügigen Spende wird es uns gelingen, Schüler für das Singen zu begeistern und noch mehr Schüler für unsere Bläser- und Streicherklassen zu gewinnen“, freut sich Jürgen Koch, Leiter der städtischen Jugendmusikschule.

„Unser Kulturangebot in Künzelsau ist vor allem so attraktiv, weil es von der Albert Berner-Stiftung unterstützt wird“, so Bürgermeister Stefan Neumann. „Unsere Ehrenbürgerin Ursula Berner, selbst begeisterte Theaterbesucherin, fördert mit Stiftungsgeldern seit Langem unter anderem eine Theaterpartnerschaft an der Georg-Wagner-Schule und unser Kinderkulturprogramm. Deshalb können wir sagenhaft günstige Eintrittspreise für die Kinderstücke anbieten. Unsere Jugendmusikschule hat schon mehrfach Zuwendungen von der Albert Berner-Stiftung erhalten und konnte jetzt, dank der großzügigen Spende, weitere Instrumente anschaffen, die von den Schülern ausgeliehen werden können. Berner und Kultur in Künzelsau sind ein erfolgreiches Zusammenspiel.“